Vegane Süßigkeiten

Mit gutem Gewissen sündigen

Von Nadine Effert · 2019

Gummibärchen, Kekse, Eiscreme – lange Zeit hatten vegetarische und vegane Naschkatzen das Nachsehen beim Blick in die Supermarktregale. Doch inzwischen gibt es auch für sie leckere Alternativen. Unter der Lupe: vegane Schokolade. Woraus besteht sie? Warum sollte man sie kaufen? Und schmeckt sie genauso gut, wie die herkömmlichen Tafeln aus gemischter Kakaomasse?

Pärchen füttert sich mit Schokolade. Thema: Vegane Süßigkeiten
Die Deutschen sind echte Schokoladen-Junkies. Foto: iStock/Martinan

Ob süß oder bitter, als Tafel, Praline oder Riegel, zum Selbernaschen oder Verschenken – Schokolade mag fast jeder, schließlich ist sie nicht nur lecker, sondern macht als Tröster in der Not obendrein noch happy. Bestimmten Inhaltsstoffen im Kakao, darunter der Pflanzenstoff Theobromin und ein Baustein des Glückshormons Serotonin, sei Dank. Darauf wollen und müssen Veggie-Freunde nicht verzichten.

Vegane Süßigkeiten: Das macht den Unterschied

Denn das oberste Kriterium für vegane Schokolade lautet: keine Kuhmilch! Stattdessen wird zum Beispiel Reis, Soja- oder Kokosmilch mit den weiteren Hauptzutaten Kakaopulver und Zucker vermengt. Wozu das Ganze? Den einen geht es um das Tierwohl in der Nutztierhaltung – so werden bei Turbokühen bis zu 40 Liter Milch am Tag abgepumpt, normal wären acht –, die anderen zweifeln an den vielgepriesenen gesundheitlichen Vorzügen eines industriell hergestellten Naturproduktes, und andere wiederum greifen zur pflanzlichen Alternative aufgrund einer Laktoseintoleranz. Aus welchen Beweggründen auch immer, genaues Hinsehen lohnt beim veganen Schokoladenkauf: Denn tauchen auf der Zutatenliste folgende Inhaltsstoffe auf, handelt es sich nicht um ein veganes Produkt: Butterreinfett, Laktose sowie Mager- und Vollmilchpulver. Keine Bedenken haben braucht man hingegen bei Kakaobutter, die rein aus dem Fett der Kakaobohne besteht. Zu erkennen sind die veganen Schokoalternativen auch an verschiedenen Labels wie dem europäischen V-Label oder dem Vegan(+)-Label, das von der Veganen Gesellschaft Deutschland e. V. vergeben wird. 

Keine Abstriche nötig

Apropos Kakao: Ein Blick hinter die Kulissen der Herstellung kann nicht schaden. Wo kommen die Rohstoffe, allen voran der Kakao her? Unter welchen Bedingungen wird er angepflanzt? Einige Hersteller arbeiten mit Kakaobauern im Rahmen von nachhaltigen Projekten zusammen oder setzen auf biologischen Anbau. Soweit so gut – für Tier, Mensch und Natur –, aber wie sieht es mit dem Geschmack aus? Schaut man sich in gängigen Veganer-Foren um, lautet das Fazit in puncto Erlebnis auf der Zunge: „Lecker!“ Nur in den seltensten Fällen müssten Abstriche beim Geschmack gemacht werden. Zumal es heute zum Glück sehr viel Auswahl gibt – an Anbietern, aber auch verschiedensten Geschmacksrichtung. Von daher steht dem süßen und zugleich nachhaltigen Genuss ganz ohne tierische Inhaltsstoffe nichts im Wege. Aber bitte aufgrund des hohen Zucker- und Kaloriengehaltes nur in Maßen!

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