Mobile Trinkwasserversorgung

Wasser marsch!

Von Jens Bartels · 2021

Ein Wasserglas vor rosa Hintergrund
Foto: iStock / Nataliia Yankovets

Wasseraufbereitungssysteme sind nicht nur bei Katastrophen oder in Krisenzeiten ein wichtiger Baustein, um Menschen mit kostbarem Nass zu versorgen. Gerade in Gegenden ohne öffentliche Wasserversorgung spielen solche Anlagen eine zentrale Rolle. Neue Lösungen funktionieren sogar komplett ohne Strom.

Über zwei Milliarden Menschen mangelt es an Trinkwasser. Dabei gibt es im Prinzip mehr als genug: Zwei Drittel der Erdoberfläche bestehen aus dem kühlen Nass. Allerdings sind große Mengen der Vorkommen nicht genießbar, weil das Wasser entweder salzhaltig oder mit Keimen verunreinigt ist. Entsprechend beschäftigen sich viele Akteure vom Zivilschutz über Unternehmen bis zu Hilfsorganisationen mit der Frage, wie sie Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgen können. Eine zentrale Rolle kommt bei diesem Thema mobilen Wasserversorgungssystemen zu.

Mobile Trinkwasserversorgung mit verschiedenen Filtertechniken

Diese Systeme stellen die Kette von der Rohwasserquelle bis zum Verzehr sicher. Dabei können unterschiedliche Filtertechniken zum Einsatz kommen, etwa die Kombination aus Partikelfilter und UV, die Ultrafiltration oder die Umkehrosmose. Der Vorteil der beiden letztgenannten Methoden: Sie bieten einen sicheren Rückhalt von Viren und Bakterien. Das hinter dem Begriff Umkehrosmose stehende physikalische Verfahren hält sogar Salze oder chemische Substanzen zurück. Anlagen mit diesem System können einige tausend Liter Wasser pro Stunde aufbereiten.

Innovative Anlagen im Kommen

In entlegenen Gebieten diverser Entwicklungsländer kann der Einsatz entsprechender Anlagen zum Beispiel aufgrund des fehlenden Stroms zur Aufbereitung von Trinkwasser aber scheitern. Hier helfen klimafreundliche Lösungen weiter, die ohne Strom auskommen. Bei einer dieser Lösungen wird eine mobile Anlage von der Kraft des Wassers angetrieben. Dabei wandelt ein Schaufelrad die Kraft der Flussströmung in elektrische Energie um. Über einen Schlauch gelangt das gefilterte Wasser an Land in Vorratsbehälter, je nach Filter lassen sich bis zu 4.000 Liter Wasser pro Tag aufbereiten. Übrigens ist die Konstruktion auf eine einfache Reparatur ohne Bedarf an Spezialbauteilen ausgelegt. Bei einer anderen Lösung verwandelt ein in einem Zylinder befindliches Filtersystem pro Tag sogar mehr als 20.000 Liter verschmutztes Wasser in sauberes Trinkwasser. Die Anlage benötigt dank der eingebauten Solarzellen ebenfalls keinen Strom und läuft nach Angaben des Herstellers zehn Jahre ohne Wartung.

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